#Lokalgeplänkel

#76 - 🍽️🍷 Genussreise: Von der Normandie nach Berlin mit Foodblogger David Lerosier 🇫🇷

Episode 76

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0:00 | 55:22

🎙️ Ohren auf – hier kommt was für eure Lauscher! 🎉

🎧 Eure Hosts: Dennis Hentschel & Patrick Schumann

Jeden Samstag frisch im Feed – mit allem, was hier wichtig, spannend und hörenswert ist: 📰 Aktuelle News, 💬 Hintergründe & Geschichten, 📅 Termine, 🌟 und Themen die bewegen, verbinden und die Du kennen musst!

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THEMEN DIESER EPISODE

Wir starten im Advent zwischen Lichtern, Märkten und Sicherheitstipps und landen bei einer Tour durch Berlins Küchen mit Foodblogger und Koch David Lerosier. Es geht um echte Qualität, Fusion-Küche mit Sinn, versteckte Perlen und praktische Wege, besser zu essen.

  • Adventsstimmung, Deko, kleine statt großer Märkte 
  • Sicherheit bei Kerzen, Rauch- und Kohlenmonoxidmeldern 
  • Lokale Termine in Schildow, Kinderflohmarkt, Zumba, Charity-Kerze 
  • David´s Weg: 23 Jahre Küche, jetzt Foodblogger 
  • Handwerk, Eigenproduktion, klare Bewertungskriterien 
  • Definition echter Fusion-Küche, Beispiele mit Substanz 
  • Auswahl guter Läden, Fairness statt Verrisse 
  • Tipps für Pankow und Prenzlauer Berg, vietnamesisch und chinesisch authentisch 
  • Zutatenquellen: türkische und asiatische Supermärkte 
  • Drehablauf, Schnitt, Community, Kollaborationen, YouTube-Pläne 
  • Deutsche Küche: Mut, Kooperation und Sichtbarkeit 
  • Saisontipp: Peking-Ente als Baukasten bei Glory Duck

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Aufzeichnung vom: 27.11.2025

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Advent, Lichter, Märkte

SPEAKER_02

Hey, aufgepasst und umgespitzt. Ihr hört Lokalgeplänke, der Podcast mit Stunden aus dem Lübenkerland. Mit Dennis Handschel und Patrick Schumann am Steuer starten wir eine explosive Reise durch unsere Gemeinde und drumherum. Macht euch bereit, lacht, staut und diskutiert mit uns. Und vor allem hört nicht auf zu laut.

SPEAKER_03

Hallo und herzlich willkommen beim Lokalgeplänkel Episode 76. Und heute begrüßen wir euch zu dritt aus unserem Studio, doch zu unserem besonderen Gast kommen wir ja später, deswegen sage ich erstmal Hallo Dennis.

SPEAKER_04

Ja, grüß dich, mein Lieber. Hallo. Genau, du hast ja kurz erwähnt, wir haben heute einen Gast aus der kulinarischen Ecke, auch aus dem Mühlenbecker Land. Wie gesagt, da kommen wir später ein bisschen zu. Ich denke mal, da wird es noch schön spannend werden und passt ja auch so ein bisschen jetzt zu der Adventszeit, wo man ja doch immer sehr viel und sehr gerne isst. Und vielleicht gibt es den einen oder anderen Tipp, wo man auch mal so in dieser Zeit mal hingehen kann, abseits von Gänse, Keule und Co.

SPEAKER_03

Du hast es gerade angesprochen, die Weihnachtszeit oder die Adventszeit beginnt. Da sind wir ja schon wieder bei der Diskussion Adventsmarkt oder Weihnachtsmarkt, aber ich glaube, da kommen wir gleich noch dazu. Bei uns in der Gemeinde wurden die Straßen mittlerweile geschmückt. Mein eigenes Haus. Ich weiß nicht, ob man das jetzt so sagen darf. Ich habe noch nichts geschmückt, obwohl ja meine Nachbarin zum Beispiel alles schon komplett bunt gemacht hat. Und dann ist es ja irre, was du heutzutage an Lichterketten kaufen kannst. Es hat ja nichts mehr damit zu tun, dass es kein Rentier bei dir im Garten davor steht und einfach nur in dem warmen Weißton leuchtet. Da läuft alles RGB von links nach rechts und hoch und runter. Ich bin gespannt, was in meiner Straße noch so alles aus dem Keller gezaubert wird, was so die Leute das Jahr über gekauft haben und jetzt raushängen.

SPEAKER_04

Naja, ist ja nach totem Sonntag immer so, dass man dann beginnen darf, quasi in Anführungsstrichen. Und gefühlt ist es jetzt so, dass alle warten, bis der toten Sonntag rum ist und dann loslegen. Weil bei Henschild ist es immer so eine Schlafnasen, da wird dann vier Wochen, äh, Quatsch, vier Tage vor Heiligabend dann nochmal ein bisschen dekoriert. Aber es ist nicht so, dass wir nicht dekorieren innen, aber außen mit der Außenbeleuchtung sind wir nicht ganz so eine Freaks auf jeden Fall.

SPEAKER_03

Aber was braucht man lieber, war die wenigsten, also ich glaube zumindest die wenigsten sind noch richtige Christen. Aber dennoch gibt es diese psychologische Grenze von toten Sonntag, da darf ich jetzt anfangen zu schmücken.

SPEAKER_04

Naja, es sind ja viele zu alt überliefert. Bist du dann Rebell, wenn du dann das vorher machst? Das weiß ich nicht. Muss man mal probieren, ne? Ja, quasi wieder so ein Händschel-Fall. Vorher und Deko.

SPEAKER_03

Okay, 2026 nehmen wir uns vor, mal vor dem toten Sonntag das mal zu machen und gucken, ob wir uns als Rebellion.

SPEAKER_04

Okay. Aber eine Frage habe ich noch, sag mal, Weihnachtsmärkte sind ja jetzt auch wieder hier und da und überall. Man sieht es ja auch, wie die Vorbereitung und Terminketten losgehen. Geht man wieder auf dem Weihnachtsmarkt? Kann man das wieder machen? Ja.

SPEAKER_03

Großen Ausnahmen, also mich persönlich, diese Ausnahmen, die in der Vergangenheit mal gewesen sind, warum die Weihnachtsmärkte auch so ein bisschen jetzt ins schlechte Licht gerückt sind, ich glaube daran nicht. Das ist eine Ausnahme gewesen und Ausnahmen sind nicht die Regeln. Genießt die Zeit auf dem Weihnachtsmarkt.

SPEAKER_04

Wir haben bei uns immer noch so ein bisschen Beklemmungen, gerade wenn es heißt, großer Weihnachtsmarkt, Berlin oder sonst wie was, mit vielen Leuten haben wir die Beklemmung und gehen da eigentlich ungerne hin, weil wir Angst eigentlich haben vor Dingen, die passieren können.

SPEAKER_03

Aber dann würde ich jetzt sagen, okay, lassen wir das so, dafür gibt es auch, und davon kommen wir gleich zu Terminen und Events, es gibt halt die kleinen Weihnachtsmärkte, dann meide doch die Großen und ganz ehrlich, die Großen sind auch einfach voll.

Sicherheit: Kerzen Und Rauchmelder

SPEAKER_04

Ja, ja, das machen wir sowieso auf die Kleineren. Wenn jetzt der Notanker für uns, sondern dann gehen wir auf die kleineren. Ist zwar nicht ganz so schön mit den Attraktionen für die Kinder, aber ja, denn für uns persönlich.

SPEAKER_03

Nein, ich persönlich, ich fühle mich wohl auf Groß und Klein.

SPEAKER_04

Okay. Na gut. Aber wo man sich auch noch wohlfühlt, ist natürlich, wenn du den typischen Adventskranz oder die typische Dekoration quasi im Hause hast. Da wollten wir nochmal aufmerksam machen. Ich weiß gar nicht, ob es überhaupt neu nutzt wird, aber mit diesen Echtkerzen. Es gibt ja immer wieder mal Leute, die Echtkerzen haben und wo dann hier und da mal der Weihnachtskranz abbrennt. Also da seid bitte vorsichtig, kauft euch lieber die von Patrick angedeuteten Lichterketten oder Elektrokerzen dafür, weil ich glaube, das kann schnell ins Auge gehen.

SPEAKER_03

Und jetzt kommt auch nochmal die kleine Erinnerung, falls ihr es noch nicht gemacht habt. Und ich weiß, wir Hausbesitzer, wir vernachlässigen das auch ab und zu, weil Mietwohnungen sind mittlerweile ja verpflichtet dazu. Rauchmelder, Kohlenmonoxinbelder, die kosten nicht die Welt und retten vielleicht euer Leben.

SPEAKER_04

So ist es. So, und jetzt kommen wir zu Terminal Events, mein Lieber. Und zwar heute ist eine Menge los bei uns.

SPEAKER_03

Ja, also alle Termine sind heute. Was ist los?

SPEAKER_04

Naja, ich habe extra mal die, die rausgesucht, die heute sind, weil heute geht es nämlich los. Der Weihnachtsmarkt auf dem Dorfplatz in Schildow ab 12 Uhr mit einem bunten Programm. Da ist wieder von Kinderschminken, über kleinen Bütchen, natürlich Leckereien, die zu essen gibt, eine Feuershow, Stelzenlauf, Pippapo. Einfach mal vorbeischauen, wird bestimmt eine lustige Eventsache.

SPEAKER_03

Währenddessen könnt ihr aber auch den Kinderflohmarkt im Bürgersaal besuchen. Also wer da mal einen Absticher drüber machen muss, keine 60 Sekunden dauert das Ganze, kann da mal vorbeischauen.

Termine Und Kleine Weihnachtsmärkte

SPEAKER_04

Und ab 16 Uhr gibt es wieder von Wolfgang Kalliger, dem Fahrradfritzen, die größte Kerze gegen den Welthunger in der Welt. Passt ja quasi so ein bisschen zur Folge heute. Ich freue mich schon, hab schon ein bisschen Hunger bekommen. Und weiter geht's, mein Lieber. Nächste Thema. Wir haben noch ein Event heute und zwar 15 bis 17 Uhr alte Sporthalle in der Europaschule. Da kommen die Sumba-Fans auf ihre Kurse.

SPEAKER_03

Die Zumba? Zumba war Sport, oder? Zumba war richtig Sport. Okay. Dann also, richtig Vollfuttern, Sport machen. Nee, erst Sport machen, dann vollfuttern, ne?

SPEAKER_04

Ja, so andersrum, würde ich sagen.

SPEAKER_03

Okay. Wer vielleicht nicht zum Sport geht, sondern sich den kulinarischen Bauch gern vollschlangen möchte, obwohl ich vielleicht Abstand nehmen möchte von kulinarisch und Adventsmärkten, kommen wir zu dem passenden Thema und zu unserem Gast, den wir heute bei uns hier im Studio haben.

SPEAKER_04

Genau, wir haben heute den David Le Rosier hier bei uns, ist Schildur, Koch und mittlerweile Foodblogger.

SPEAKER_01

Herzlich willkommen, David, grüß dich. Vielen, vielen Dank. Ja, erstmal eine nette Anspielung mit dem Nicht-Sport machen. Tatsächlich so. Schön, anscheinend sieht man es schon. Nö, nö. Ja, es ist ja klar. Ich bin viel am Essen, das kann man sagen. Das ist mein Job, das ist mein Hobby, das ist meine Leidenschaft. Und das ist jetzt, genau, das ist zur Zeit angesagt bei mir.

SPEAKER_04

Du bist und warst ja leidenschaftlicher Koch. Ich denke mal so was verleiht bei mir, du bist immer noch Koch leidenschaftlich und warst viele Jahre die kulinarische Feder in der Normandie. Normandie, für die, die es nicht kennen, ist so ein Restaurant gewesen in Schildo, da gab es speziell französische Küche.

Gastvorstellung: Koch Wird Foodblogger

SPEAKER_01

Genau, wir haben russikale französische Küche gekocht, also authentische französische Küche, was irgendwie seinerzeit eigentlich recht fortgeschritten war. Gab es damals so in der Form noch nicht, französische Küche, ist eher so im gehobenen Bereich irgendwie anzusiedeln, aber angesiedelt ist das halt. Und genau, wir haben es halt authentisch gemacht. Mein Vater ist Franzose, daher kam das alles aus der Normandie, nordfranzösische Küche. Und das hat auch eine Weile funktioniert. Das Restaurant gab es, wenn ich mich nicht irre, 25 Jahre. Und fast so lange war ich da. Eigentlich genauso lange. Ein Jahr. In der Küche. Immer in der Küche. Oh, klasse. Ich habe eine Ausbildung gemacht und danach habe ich da als Koch angefangen und war dann eben auch durch die Familienbetriebsstruktur eben ruck zu Küchenchef und habe dann da mein Ding gemacht. Und man kann immer sagen, als Koch muss man sich weiterentwickeln, man muss verschiedene Leben kennenlernen, am besten verschiedene Länder. Das war bei mir nicht der Fall. Ich habe das alles so ein bisschen autodidaktisch gemacht. Ich habe halt die Erfahrung oder das Wissen von meinem Vater aus Frankreich genommen und daraus experimentiert und mich weiterentwickelt. Und ich war auch recht erfolgreich eigentlich darin.

SPEAKER_04

Also ihr hattet ja auch richtig Froschschenkel, so typische französische Gerichte und ihr habt auch die Mayonnaise selber gemacht, wie gehört habe. Genau, sowas. Ich gehört habe, ich war ja oftmals auch da essen, aber die Mayonnaise nur nicht.

SPEAKER_01

Aber soll wohl sehr gut gewesen sein. Genau, das ist ein Punkt. Also man hat Koch halt immer seinen eigenen Anspruch. Man hat halt einen Anspruch, wenn man was aus der Küche schickt, dann soll dann Feedback zurückkommen, im beste Fall ein positives, und dann muss man auch hinter dem Produkt stehen, was man macht. Und da war dann eben auch wieder das Thema, das ich mich selbst ziemlich viel beigebracht habe. Ich habe das Qualitätsniveau immer gesteigert. Es ging halt immer nur nach oben. Also wenn ich wusste, okay, da ist ein Fertigprodukt, wie jetzt eine Tiefkühlkrokette vielleicht, dann ich habe, okay, das wird jetzt ersetzt, das tauschen wir aus, das machen wir selbst. Kann nicht so schwer sein. Und dann hat man angefangen, immer mehr, immer mehr alles selbst zu machen, wie zum Beispiel eine Mayonnaise. Und ja, interessant, dass ich das jetzt so nach so vielen Jahren immer noch ein Thema im Kopf ist. Dann hat es ja wohl, war das wohl gar nicht so schlecht die Idee, ja, sowas zu fokussieren. Einfach hausgemachte Küche und dann kann man danach noch gerne mal einen Geschmack streiten, aber ich konnte mir halt nicht vorbewerfen lassen, dass hier irgendwas fertig gekauft war.

SPEAKER_03

Du probierst dich ja derzeitig durch ganz viele verschiedene Küchen durch. Der Ursprung der französischen Küche begleitet das dich bis heute noch oder ziehst du da auch noch Vergleiche dazu?

SPEAKER_01

Nee, nicht wirklich. Also es ist so, die französische Küche ist eine komplexe, wirklich etablierte Küche. Und viele Küchen in der Welt basieren auch so ein bisschen auf dem Wissen der italienischen Küche, der spanischen, der europäischen Küche, der französischen vor allem. Darauf baut vieles auf. Das heißt, es gibt immer Parallelen, gerade in den Zubaltungsarten. Wie Soßen hergestellt werden, Gar-Verfahren und sowas, da kommt viel aus Frankreich, da nutzt mir mein Wissen. Das kann ich so sagen. Aber ich bin jetzt nicht auf der Jagd oder ich vermisse jetzt nicht die französische Küche direkt. Ich bin froh, wenn ich mal im vietnamesischen Küche passiert es oft, dass man da so Schnittstellen trifft, ja, das ist aus Gründen der Vergangenheit, dass dann mal auf einem Baguette auftaucht in der vietnamesischen Küche oder eine Paté, eine Pastete verarbeitet wird, oder eine Suppe, dann Faux oder Fan oder Fon heißt. Also es kommt aus der französischen Küche.

SPEAKER_03

Oh, da würde ich, da fällt mir gleich eine Frage ein, und zwar der Begriff Fusion-Küche. Du hast jetzt nun so viel kennengelernt. Erklär mir doch mal den Begriff Fusion-Küche, weil manchmal verstehe ich nicht so richtig, was bedeutet es eigentlich. Ich habe mal ein Restaurant besucht, wo der Deckel wurde abgehoben, dann hat sich so ein kleiner weißer Rauch, dann so dachte ich, es ist so irgendwie eine künstliche Küche. Ja, so in diese Richtung. Aber ich glaube, es bedeutet eigentlich was anderes, oder?

SPEAKER_01

Fusion-Küche ist erstmal leicht zu erklären. Das ist eine Fusion aus verschiedenen Küchen. Es gibt eine italienische und japanische Fusion oder Vietnamesisch-Französisch meinetwegen. Das sind einfach zwei Kochstile, die aufeinandertreffen verbunden werden. Also die Essenz, das Beste aus beiden, wird verbunden und zum Gericht gemacht. Allerdings ist das, das ist die Definition von dem Wort. Allerdings passiert das in der Realität oft anders. Dann sagt einer, okay, ich habe jetzt hier, ich koche hier Vietnamisch, enter süß, sauer und dann habe ich aber auch noch irgendwie eine Pizza auf der Karte. Und dann denken die schon, okay, das ist Fusion international, irgendwie also ein bisschen gemischt. Ich hab mal, ich habe Doc No, der bekannte Starkoch in Berlin, großer Gastronom, 20 Restaurants in Deutschland, der hat das mal ganz gut, der kocht Fusion-Küche, er ist Vietnamese, Vietnamese stämmig, Berliner und der versteht Fusion Kitchen. Er sagt, es ist so, man muss beide Kochstile beherrschen. Also man kann eine Fusion machen, wenn man sagt, ich kann gut Italienisch kochen und ich kann auch gut Vietnamesisch kochen. Daraus nehme ich mein Wissen und kombiniere das und bringt Gericht auf den Teller. Es gibt zum Beispiel ein gutes Beispiel, Udon-Carbonara. Das ist zur Zeit ganz groß gehypt.

SPEAKER_04

Ist meine Kinder ja, ne?

SPEAKER_01

Ja, aber mit Udon-Nudeln und auch die Carbonara hat, die ist dann mit Miso-Paste, also hat diesen asiatischen Aromen. Ja, dann ist da vielleicht noch ein puschiertes Ei drauf. Und es ist die Küche, es ist eine japanische Küche, aber trotzdem mit Parmesan. Und das ist Fudenküche und eine echte Fjudenküche. Ist komplex, ist kompliziert, ist schwer zu handeln, schwer umzusetzen, weil dafür braucht man Know-how.

SPEAKER_04

Heißt aber auch, sorry Patrick, heißt aber auch, das Beste aus zwei Welten auf einem Teller und nicht nur im Laden zu haben.

SPEAKER_01

Und darum geht es. Das Beste aus zwei Welt. Also nicht einfach nur sagen, ich mache jetzt eine Pizza und da mache ich eine Sushi-Pizza. So was gibt es in Berlin. Ich mache eine Pizza, die mache ich aus Reis mit einem Sushi-Blatt, dann lege ich da irgendwie ein Slachs auf eine Sushi-Pizza, das ist keine Fusion, das ist Spielerei.

Handwerk Statt Fertigware

SPEAKER_03

Also nicht nur einfach eine Zutat nehmen und die einfach irgendwo hinzufügen, sondern da gehört schon mehr dazu.

SPEAKER_01

Genau, das ist auch guter Punkt gebracht. Man kann nicht einfach nur Zutat A mit Zutat B austauschen und sagen, ja gut, jetzt habe ich einen italienischen Einschlag drin, weil da irgendwo Salami liegt oder so. Also so einfach ist es nicht. So wird es oft gemacht, aber das ist nicht der Anspruch an Fusion Kitchen.

SPEAKER_03

Wenn du jetzt so viele verschiedene Küchenstile und Restaurants schon kennengelernt hast, was kochst du zu Hause nach?

SPEAKER_01

Es ist tatsächlich so, dass ich so gut wie gar nicht mehr zu Hause koche. Ich koche für meinen Sohn. Weil du kommst datt nach Hause wahrscheinlich. Es ist tatsächlich so, ja. Und es ist auch mittlerweile, ich war 23 Jahre lang, habe ich aktiv am Herd gestanden. Und ich hab da, ich kann da viel und ich habe da viel für Gäste gekocht. Die Gerichte, die ich damals gekocht habe, habe ich auch nicht für mich gekocht. Und jetzt ist es so, dass ich mich, ich kriege jetzt Einflüsse aus einer Küche, die nochmal fünf Jahre weiter gewachsen ist, als wie ich sie verlassen habe. Und da bin ich oft beeindruckt, dass ich sage, okay, das traue ich mir sogar gar nicht mehr so zu. Also ich mache davon nichts nach, ich genieße das, was mir vorgegeben wird von Leuten, die ihr Handwerk wirklich verstehen.

SPEAKER_04

Und da kommen wir jetzt mal zum Punkt, mein Lieber. Wir hatten es ja vorhin schon kurz erwähnt, du bist Foodblogger. Und damit du hier auch was erzählst und die Leute nicht denken, du erzählst dir irgendwas irgendeinen Quatsch, du bist Foodblogger jetzt seit einem Jahr ungefähr. Wir hatten im Vorgespräch drüber gesprochen. Und du rennst quasi durch Berlin und wie du gerade sagtest, isst das Handwerk der anderen und filmst dich dabei und lässt uns quasi als Zuschauer, du machst ja Video, also Vlogs, lässt uns als Zuschauer quasi über deinen Gaumen das Wasser im Monstensamlaufen.

SPEAKER_01

Genau so ist es ganz einfach, ganz einfach runtergebrochen, vorher war ich Koch, jetzt will ich nicht mehr kochen, jetzt stehe ich einfach auf der anderen Seite, ich sitze jetzt am Tisch und bin in der Gastronomie unterwegs, bin in meiner Bubble mit meinen Gastronomen noch unterwegs wie damals, aber eben jetzt als Gast. Und da kommt natürlich mein Know-how mir zugute, dass ich einfach weiß, wovon ich rede. Das ist auch tatsächlich mein Vorteil oder das rechtfertige ich auch meine ganze Vita, dass ich einfach, ich setze da, sage ich zu vielen anderen, und weiß halt, wovon ich rede.

SPEAKER_04

Also du sagst nicht nur, es schmeckt gut, weil du sagen willst, es schmeckt gut, sondern du kannst es wirklich anhand der Leistung, die dir gebracht hat, auch wirklich und anhand deiner Erfahrung selber beurteilen.

SPEAKER_01

Und ja, okay. Ich beurteile das. Und das ist natürlich auch, was man da berücksichtigen muss. Mir wurde schon mal gesagt, für dich ist ja mal alles gut und so. Es ist so, natürlich selektiere ich dir Läden. Ich kann nicht in ein Restaurant gehen, was nicht gut ist, weil ich persönlich, das ist meine Einstellung dazu. Ich will da nämlich mit dem Brot anderer Leute spielen. Ich gehe nicht in ein Restaurant, von dem ich weiß, dass es schlecht ist und gehe dann dahin und sage allen Menschen, mittlerweile 20.000 Menschen, die mir folgen, sage ich dir nicht, das ist schlecht, geht da nicht hin. Welche mir niemals anmaßen, weil wir reden ja auch vom Geschmack. Das ist eine eine Sache. Und darum ist es halt so, dass ich in Restaurants gehe, die mir empfohlen werden, oder von denen ich anrufen werde, ich gucke mir das an und dann beurteile ich das Essen nach meinen Bewertungskriterien. Ich sage nicht, schmeckt lecker, schmeckt nicht lecker, weil das ist meine eigene Meinung nur, sondern ich sage, es ist handwerklich, es ist qualitativ gut zubereitet, es ist handwerklich gut umgesetzt, es ist, passt in das Konzept, es ist einzigartig in Berlin, es sind diese Worte, diese Additive, die ich dafür benutze, um das zu beschreiben, um den Zuschauern zu sagen, okay, Leute, es lohnt sich, sonst würdet ihr diesen Beitrag nicht sehen. Wenn es das nicht lohnen würde, herzukommen, würdet ihr dieses Video nicht sehen, weil dann würde es das Video nicht sehen.

SPEAKER_04

Also deswegen hat man den Eindruck, dass alles gut ist, wo du bist, weil du nur da hingehst, wo all gut ist. So ist es, ja. Oder für dich für dich, ja.

SPEAKER_01

Mehr oder weniger für mich, ja klar. Also es ist oft, also wenn man mal, wenn man mich wirklich intensiv verfolgt, dann hört man ab und zu, sage ich, so eine Sätze wie, den Laden würde ich meiner Familie empfehlen. Oder das ist, der kommt auf meine Liste oder das ist eins der Gerichte, ein Gericht des Jahres. Das habe ich letztens erst gesagt. Es war ein asiatischer, ganz kleiner Laden, Auberginen gefüllt mit Schweinefleisch und asiatischer Soße drüber. Das ist für mich eins der Top-Gerichte des Jahres. Klingt einfach, aber. Super einfach, habe ich immer so in der Form noch nie gegessen. Super zubereitet, super gemacht, geschmacklich absolut rund. Und darum geht's. Und das ist halt mein Auftrag oder meine Leidenschaft.

SPEAKER_03

Die Aubergine ist für mich eine der interessantesten Zutaten, weil ich sie nie so hinbekomme, dass sie mir richtig gut schmeckt. Oder ich weiß auch, ich kenne kein Gericht, wo ich sie gut mit integrieren kann. Und vor kurzem war ich in einem Restaurant gewesen und habe dann ein Aubergine-Gericht gegessen und habe mich, ich glaube, so gefühlt, wie du es gerade beschreibst. Wow, ich hätte nicht gedacht, dass das jetzt so schmeckt. Und ich war total begeistert. Und ich habe mir dann auch erklären lassen, wie sie das hinbekommen haben, dass die Aubergine mir plötzlich schmeckt, als totaler Kritiker davon.

SPEAKER_04

Naja, die wird ja meistens entweder so latschig, platschig, vollgesaugt mit Teuch oder Fett oder Öl oder sonst was.

SPEAKER_03

Weil die Auto doch so hart ist, aber da war, ich habe mich richtig umgehauen. Kommt das bei dir nach einem Jahr? Ja, klar, du sagst noch ja, aber hast du schon mal daran gedacht, wie wird es in zwei oder drei Jahren sein? Lässt die Furcht vielleicht auch davor? Aber ich finde nichts mehr, was mich so begeistert, wenn du so viele gute Restaurants findest.

Was Fusion-Küche Wirklich Bedeutet

SPEAKER_01

Es wird, da ist schon was dran, man stumpft vielleicht ein bisschen ab, aber es heißt, man bewertet vielleicht auf einem anderen Level oder man bewegt sich in einem anderen Level. Aber das ist ihm der Vorteil von Berlin. Also diese Geschichte ist nie zu Ende erzählt. Never ending. Es ist wirklich, mir wurde schon mal gesagt, ich habe in einem Jahr, im Oktober habe ich mit den Foodbloggen angefangen. Letztes Jahr im Oktober, das sind jetzt 13 Monate. Ich war in 320 Restaurants, so viele Beiträge habe ich gemacht. Naja, und es wiederholt sich mal, sagen wir mal, vielleicht 280. Wie viel gibt es in Berlin an Gastronomen? In jedem Restaurant, in dem ich war, habe ich aus dem Fenster geguckt, ich war in den ganzen Restaurants, in den zwölf, die ich von hier aus gerade sehe, war ich noch nicht. So ungefähr ist es. Und wenn ich ein Jahr später dahin gehe, gibt es den Land, in dem ich gerade war, vielleicht nicht mehr oder gegenüber. Es sind schon drei neue. Also es ist eine Bewegung, das funktioniert. Gastronomie funktioniert. Und ich komme aus der Gastronomie in Brandenburg und wir haben 23 Jahre kämpfen müssen. Also da musst du jeden Pfennig wirklich dreimal umdrehen, damit da irgendwie mal was hängen bleibt. Und ja, macht uns nichts vor. In Berlin, auch da trennt sich die Schreu von Weizen. Also da gehen auch viele scheitern jeden Tag, aber einige, ja, die sind da erfolgreich.

SPEAKER_04

Einfach mal 6 Millionen Einwohner im Gegensatz zu 3000 Jenoma-Waffel, ne? Ja, klar. Hat Berlin schon 6 Millionen?

SPEAKER_03

Ich glaube 3,3 Millionen. Nee, 3,3,5.

SPEAKER_04

Möchtest du bitte, dass du nochmal schneidest, wenn du meine Unwissenheit rausholst?

SPEAKER_03

Du hast gerade was Gutes angesprochen, was mich auf eine Frage gebracht hat, und zwar der Anfang. Du hast den Koch gelernt, du bist selber Koch gewesen, hast viele Jahre in der Küche auch gewirkt. Und dann gab es ja wahrscheinlich irgendwo den Moment, und ich glaube, als Koch hat man auch immer dieses Bedürfnis, man macht ja andere Menschen glücklich oder zufrieden und freut sich darüber, dass sie dann etwas richtig Gutes gegessen haben und dann auch das Feedback, die vielleicht geben. Aber irgendwann gab es bei dir den Moment, na doch, das ist so, du hast so eine Leidenschaft und eine Liebe für den Service. Also du willst jemand etwas Gutes tun. Bei dir gab es aber irgendwann den Moment, wo du dann erkannt hast, ich mach das jetzt zukünftig auf einem anderen Weg. Lass uns mal daran ein bisschen.

SPEAKER_01

Sehr gerne, sehr gerne. Also erstmal, was einen da so süchtig macht in der Küche, ist halt dieses direkte Feedback. Das gibt es in anderen Beru vielleicht auch, aber man schickt ein Essen raus, ja, wartet 20 Minuten später, dann kommt ein Keller zurück, der sagt, der Gast war begeistert, es war wundervoll. Und vielen Dank und ruft dich raus und sowas. Das ist direktes Feedback.

SPEAKER_04

Kenner gehen es wirklich weiter, ja?

SPEAKER_01

Ja, im größten Chaos wahrscheinlich oftmals auch nicht. Aber also klar, wenn es was wirklich Positives zu berichten gibt, dann macht man das, weil das hebt. Einfach die Stimmung gibt alle freuen sich. Der Service freut sich natürlich doch aber auch. Andersrum, ein schlecht gelaunter Servicekraft gibt auch gerne mal das Feedback, was eben voll in die Hose ging und dann eben doppelt so deutlich, wie es vielleicht gesagt wurde. Aber es ist eine andere Sache. Aber ja, es war so bei mir, in meinem Fall. Ich habe 20, reden wir mal von 20 Jahren, 23 waren es insgesamt ein bisschen Ausbildung dazu hin und her. Aber 20 Jahre wirklich am März gestanden und das in einem Familienbetrieb. Und mein Grund, damit aufzuhören, waren, es gab viele Gründe. Es ist so, Familienbetrieb heißt halt, in dem Fall waren es Mutter, Vater, Schwester, vier Personen. Jede Entscheidung musste durch vier geteilt werden, die Umsätze mussten nicht durch viel geteilt werden. Alles muss irgendwie geteilt werden. Die Sorgen, alles war irgendwie miteinander verbunden. Und in einem Familienbetrieb in Brandenburg ist es so, oder ich würde sagen, in der Gastronomie in Brandenburg ist es halt das Thema, man muss halt gucken, wie kommt man überall rum. Man muss sich ein Konzept überlegen, wie schafft man es, dass die Gäste auch Mittwochabend kommen, wie schafft man es, dass sie zu Omas Geburtstag kommen. Nicht nur am Wochenende. Genau. Man muss sich ein Konzept überlegen, was funktioniert. Es gibt einige, die schaffen das, auch gerade in Brandenburg. Ich sag mal so, immer der eine Dorfkrieche, der klappt immer. Das ist ein Konzept, das ist stabil, das ist eine große Portion, es ist günstig, da ist Qualität nicht unbedingt die, spielt da nicht die Hauptrolle, funktioniert, aber was wir gemacht haben, war halt schwierig. Und bei mir war ein Schlüsselerlebnis, dass ich nach der ganzen Zeit irgendwann, so mein 40. Geburtstag, stand ich halt immer noch. Also es war so, ich hatte Mitarbeiter, ich hatte einen Koch, ich hatte einen Lehrling in der Ausbildung, oder ein Jungkoch war es damals sogar schon. Und an meinem Geburtstag wollte ich eigentlich abends dann mit ein paar Gästen draußen sitzen, da war schon so geplant. Und dann war es so, dass wieder der Koch krank war und wieder der andere zu spät getötet. Du stand wieder am Herzen. Und wieder ging die Runde von vorne los. Und ich stand, in dem Moment wurde ich in der Spülecke, hab da meine Teller abgewaschen, aus dem Fenster geguckt und hab mir gedacht, genau hier stand ich vor 20 Jahren auch schon. Und dann geht man so ein bisschen im Kopf durch, ich sage jetzt, okay, Karriere, um mich rum haben einige Karriere gemacht. Ich für mich wahrscheinlich auch. Ich habe natürlich auch 20 Jahre lang was gelernt. Ich bin ja gewachsen da schon, aber nach 20 Jahren dann so diese Erkenntnis, dann habe ich mal so angefangen zu rechnen. Damit die nächsten 20 Jahre, dann müsstest du 60.

SPEAKER_04

Angst, ihr habt den ja 20 Jahre später wieder da zu stehen. Genau so war es schon.

SPEAKER_01

Es wäre auch ganz garantiert so gewesen. Also ich weiß nicht, wenn man nicht irgendwie einen Geistesblitz gehabt hätte und das komplette Konzept umstellt und auf einmal. Aber selbst dann, also man ist halt als Gastronom, selbst die größten Gastronomen der Stadt, die müssen manchmal die Schürze umbinden und dann geht es nämlich los. Die werden nachts angerufen. Ja, der Schüler ist krank, wir brauchen Unterstützung.

Foodbloggen: Auswahl, Kriterien, Fairness

SPEAKER_04

Das sieht man ja als Gast eigentlich am wenigsten. Man geht meistens ja am Wochenende, Freitag, Samstag und manchmal vielleicht mal Sonntag irgendwo hin und dann ist halbwegs voll und denkt man auch, dann muss es ja laufen. Und aber klar, wenn natürlich der Montag, Dienstag, Mittwoch ist und du musst den Umsatz reinarbeiten. Aber warum klappt das in Brandenburg oder ich sage jetzt mal im ländlicheren Raum nicht so gut? Warum klappt es aber in der Stadt?

SPEAKER_01

Also es ist nur mutmasseig. Ich behaupte, dass es schwerer ist außerhalb. Man hat halt eine Gemeinde, die so im Einzugsgebiet, die halt da Essen kommen. Und das machen die dann wahrscheinlich auch mal Mittwoch, wenn sie sagen, wir haben keine Lust zu kochen oder es noch ein Oma Geburtstag hat, dann geht man da auch mal hin. Das funktioniert schon, aber man ist dann nicht mit einem großen, man kann da nicht mit einem großen Wachstum rechnen, woher? Also die Leute kommen nicht aus den Nachbarorten angereist, sei denn du hast da irgendwas, was kein ander hat. Und das ist heutzutage eben schwierig.

SPEAKER_04

Achso, du meinst, sie können zwar sicherlich überleben irgendwie und über Generationen, aber so richtig der Break-Even, der Knackpunkt, der ist ja auch nicht.

SPEAKER_03

Ja, weil wir als Einwohner dieser Gemeinde zum Beispiel müssten ja dann, um so ein Restaurant gut zu füllen, nicht nur einmal im Quartal am Wochenende, sondern auch mal so zwischendurch unter der Woche. Und klar, einige machen das vielleicht auch, aber das müsste ja, um ein Restaurant gut zu betreiben, müssten wir das eigentlich viel häufiger machen. Und da ist dann das Geld nicht so locker, dass man sich das leistet.

SPEAKER_04

Naja, und dann kamen natürlich auch noch die eine oder anderen Niederschläge, die jetzt so Corona, bla bla bla, die haben natürlich nochmal richtig an den Substanz gesaugt, möglicherweise.

SPEAKER_01

Das ist also die Stabilität ist halt schon mal, die kann man ja schon mal in Frage stellen, dass das eben so immer funktioniert. Man sieht, wie schnell es halt in die Hose geht. Ja, und man muss halt davon dann perspektivisch staffen aus, oder müsste man so kalkulieren, dass man hofft, dass die Gäste immer öfter kommen und wie will man das da hinkriegen? Also ansonsten ist es Stillstand, aber es geht halt. Oder man fängt dann halt die Qualität runterzuschrauben, auch das geht nur bis zum gewissen Level. Dann sagt man, okay, ich habe weniger Ausgaben, dann ist der Umsatz oder Marge größer. Aber ja, das ist auch ein Tanz auf der Rasierklinge, weil da ist am Ende, dann kommt nämlich gar keiner mehr. Und andersrum genauso, Qualität nach oben, Preis nach oben kommt auch keiner mehr. Also alles schwierig.

SPEAKER_03

Ja, und dann hast du dir jetzt natürlich die Homebase Berlin ausgesucht mit dieser wahnsinnig vielfältigen Küche, die Berlin bietet, durch die wirklich so vielfältigen Länder, die dort versuchen, ein Restaurant aufzumachen. Und du bist jetzt im ersten Jahr, war der Oktober, hattest du gesagt. Das heißt, ein bisschen über ein Jahr bist du jetzt dabei. Ich meine, jetzt ist es vielleicht noch nicht Thema, aber wie sieht es denn mal aus? Gibt es schon Kooperationen immer in andere Städte vielleicht? Mal zu Besuch fahren, vielleicht irgendwo hin.

SPEAKER_04

Aber warte mal, mein Lieber, lass uns zuerst mal erklären, wo man ihn überhaupt findet. Weil es ist nämlich wichtig, um weiterzukommen jetzt hier im Podcast, damit man einfach weiß, wer ist er überhaupt und wer nicht das von der Stimme her nicht erkennt und weiß vom Namen her, wer er ist.

SPEAKER_01

Sag uns doch mal, wo finden wir dich denn überhaupt? Also ihr findet mich am besten vertreten, bin ich auf Instagram, TikTok auch noch und auf beiden oder bei YouTube sogar auch. Und überall heiße ich Berlin Foods Society. Ja, das ist mein Name, der steht eben auch dafür für diese Gesellschaft, also Leute, die dich für Essen interessieren, die sind bei mir halt genau richtig.

SPEAKER_04

Also wenn man Bock hat, so ein bisschen, da tauchen wir jetzt gleich ein, zu gucken, was gibt es im Berliner Restaurant-Dschungel so an Leckereien und kulinarischen Highlights, der guckt einfach mal at Berlin Food Society auf TikTok, Instagram und Facebook. Facebook und YouTube auch noch. Also überall. Sehr gut.

SPEAKER_03

Und jetzt darf ich mir eine Frage stellen. Jetzt darfst du eine Frage stellen.

SPEAKER_04

Wir reden und reden und reden und am Ende ist er.

SPEAKER_03

Kann ja parallel können Sie ja gucken. Ich meine, das ist natürlich ein kleines Problem, wenn man in Berlin Food Society heißt, zu sagen, okay, ich besuche mal eine andere Stadt. Ich schaue mir da mal was an.

SPEAKER_01

Tatsächlich, da habe ich drüber nachgedacht, leider ein bisschen zu spät. Also das Berlin hätte ich weglassen können.

SPEAKER_02

In Germany.

SPEAKER_01

Ja, vielleicht würdest du einfach in Germany. Das kann ich auch jederzeit noch ändern. Oder Europe. Ja, es ist halt so, ich bin schon an Berlin gebunden, aus familiären Gründen. Und deswegen habe ich mir Berlin erstmal vorgenommen. Und Berlin ist halt groß genug, um da auch da wirklich sein Foodblogger-Leben zu bestreiten. Aber ich war auch schon in anderen Städten und es funktioniert da auch. Also ich kann auch, ich war mal jetzt eine Zeit lang in Freiburg, habe dann Dönerladen vorgestellt, der ist dann, glaube ich, nach dem Beitrag eine Woche später, war da, glaube ich, für 800.000 Views. Das heißt, 800.000 Leute kennen mich und die größtenteils im Raum Frankfurt, äh, größtenteils im Raum Freiburg. Und das ist natürlich spannend. Also wenn man da auch plötzlich dann da auch erkannt wird. Das funktioniert natürlich auch und ich sage auch nicht, dass Berlin die normalerweise, also doch die neue Eins ist, glaube ich, schon in Deutschland, aber es gibt viele andere Städte, wie Frankfurt zum Beispiel oder Hamburg, die sind auch kulinarisch wirklich interessant.

SPEAKER_03

Damit wir jetzt nicht zu weit in andere Städte schauen, würde ich dich einladen, uns vielleicht mal einen Tipp zu geben, was gerade den nördlichen Berliner Raum angeht. Das, was für unsere Gemeinde im Mülenbecker Land jetzt auch so easy zu erreichen ist, wir haben die B96, B96A, wir haben Grenzen zu uns die Stadt Berlin mit den Bezirken im Norden. Willst du uns mal so einen kleinen Geheimtipp machen? Nein, mehr Tipps, will nicht nur einen.

SPEAKER_04

Ich will viele Tipps haben. König will auch noch wissen, wie er das macht, aber da kommen wir später hin.

SPEAKER_03

Man muss ja jetzt ja die Top 3 des Nordens sagen.

SPEAKER_04

Ich würde sagen, wir lassen ihn einfach mal losplappern, wo hier in der Region und Richtung Berlin und in unseren Berliner Randbezirken quasi, die leckeres Klar sind.

Berlin Essen: Tipps Für Den Norden

SPEAKER_01

Okay, genau. Also ich sag mal so, wenn man kulinarisch ein bisschen was erleben will und nicht so weit fahren will, dann sollte man vielleicht in Panko anfangen, also durch Pankow ein bisschen so durch, vielleicht heimlich, und dann im Prenzlauer Berg schon mal starten. Das ist ein angenehmes Berlin, da gibt es auch noch den einen oder anderen Parkplatz, da ist einfach eine schöne Atmosphäre und da geht es auch schon los mit tollen Restaurants. Und ich will immer, ja, ich könnte jetzt mit irgendwelchen Adressen und Namen um mich werfen, aber ich sage mir immer eher so, man sollte einfach mal ein bisschen was ausprobieren, was auch gerade auch im Gespräch ist. Es gibt zum Beispiel diese Handpult-Nudel-Geschichte, das heißt, authentisch-chinesische Küche kommt jetzt immer mehr, also diese Nudelgerichte und die sind einfach wirklich toll. Das sollte man einfach mal probiert haben. Da gibt es jetzt auf der Schönhauser Allee bei Gschen, fällt mir ein, einer der ersten, nicht vielleicht der Beste unbedingt, also nach meinem Geschmack, aber eine interessante Küche. Oder ja, was auch stark kommt, gerade ist die authentische vietnamesische Küche. Da muss ich auch sagen, ein absolutes Highlight. Und da kann ich sogar einen Namen sagen. Das ist am hackischen Markt, das Restaurant Eden. Die haben vor kurzem erst angefangen, also eine interessante Geschichte, die haben vor kurzem erst angefangen, eine Speisekarte zu übersetzen. Die haben eine Speisekarte gehabt für Gäste, die man kennt. Da ist dann ein Papaya-Salat drauf, meinetwegen auch aus der thailändischen Küche, meinetwegen eine Tomkagai-Suppe und eine Ente krostend alles, was man so kennt, auch das auf gutem Niveau, also auf hohem Niveau. Aber die hat eine Speisekarte für vietnamesische Gäste. Und da war dann, da sind Sachen drauf, wie zum Beispiel ein Quallensalat, also vielleicht schon so ein bisschen gruselig, aber auch tolle Garnelengerichte, Gerichte mit gegrilltem Ziegenfleisch und es ist authentisch vietnamesisch. Und da kann ich wirklich sagen, das sollte man einfach mal probieren. Also einfach mal ein bisschen offen sein und sich einfach mal einfach mal zu öffnen für andere Küchen.

SPEAKER_04

Also du meinst quasi, klar, Pankoprenzelberg und dann einfach die Schäumer verlieren sich auch mal in so eine kleine, weil oftmals sind ja so die Leute gehen immer so in größere Restaurants, aber so die kleinen, ich sage jetzt mal, Kashem oder die kleinen Seitengänge oder die kleinen Läden, die vielleicht sehr spartanisch manchmal aussehen, haben vielleicht die beste Küche. Wisst man ja auch nicht mehr.

SPEAKER_01

Und dafür, da komme eben dann ich mit meiner Arbeit ins Spiel, weil so eine Läden stelle ich nämlich gerne vor. Und da dann, vielleicht wäre der Tipp einfach bei mir mal durchgucken, weil es gibt zum Beispiel auch in Panko, da gibt es einen kleinen Pizzaladen, an dem man immer vorbeifährt. Sein Leben lang fährt man an diesem Laden vorbei. Auf einmal kommt da einer, probiert es aus, macht da ein Video von und sagt, Leute, probiert es mal, das ist richtig toll. Es gibt in Charlottenburg eine Pizza Alonso, ich glaube seit 40 Jahren gibt es hier einen Mini-Pizza-Stand oder in einer Brücke. Völlige Rumpelbude, aber das Ding gibt, also der macht die beste Mini-Pizza für 2,50 Euro, wenn überhaupt. Gibt es noch sowas, ja? Krass. Wenn es überhaupt 2,50 Euro sind, wenn nicht sogar weniger. Ich bin nicht ganz sicher, ob es ja auch nur 2 Euro sind. Ja, mit so einer speziellen Soße, die ja seit 30 Jahren aufkommt. Und es ist einfach eine top, besser jetzt nicht.

SPEAKER_03

Ich glaube, wir Brandenburger haben vielleicht auch ein bisschen so die Hürde, uns auf andere, wie du sagst, kulinarische Reisen einzulassen. Manchmal braucht man vielleicht auch mal so diesen Startschuss. Bei mir war das damals, okay, ich bin sehr weltoffen und auch kulinarisch offen, aber sowas wie koreanischen Barbecue, Korean Barbecue, dass man so mit Dingen anfängt, die man schon so ein bisschen kennt. Also ich kenne das Krillen, ich weiß auch wie Fleisch funktioniert, aber gut, das packe ich jetzt mal auf den Spieß, da gibt es mal eine andere Soße dazu, sodass ich dann auch mich öffne für dann die nächsten Schritte, wie zum Beispiel dann traditionelle chinesische Gerichte. Also nicht die, die wir im All You Can Eat-Buffet kennen, ja, und da nix jetzt auch so, sondern wirklich mal so die echte Küche davon.

SPEAKER_04

Also ich bin da tatsächlich ein bisschen eingeschränkt da, ehrlicherweise. Jernt zu weltoffen bin ich da nicht. Also ich esse sehr gerne, das sieht man vielleicht auch hier und wieder. Aber ich bin dann doch schon so fokussiert auf meine, auf den Jugo, auf den Kroaten, auf Türkisch, auf deutsche Küche, Italienisch so. Aber alles, was ins Asiatische geht, da habe ich relativ schnell, merke ich, aber vielleicht so eine Kopfsache, so eine Grenze, wo ich will nicht.

SPEAKER_01

Aber das ist ja schon mal was. Also auch das gibt es ja in der Fülle in Berlin. Also es gibt türkische Gerestaurants, die weit, also weit, weit über Döner hinausgehen. Das ist also eine absolut feine Küche. Es gibt gehobene türkische Restaurants in der Stadt, die sind super einfach. Super lecker, ja. Und da ist ja wichtig, darum mache ich das eben auch. Also ich stelle das, ich sitze da und ihr seht das Essen, ohne es bestellt zu haben. Und da könnt ihr euch das angucken, was es da nämlich gibt. Und da ist, also man braucht da gar nicht so eine große Angst vor haben. Jedes Land hat eine gute Küche. Ob es Aserbaidschan ist, China oder die Türkei. Überall, jeder hat da irgendwann, da gibt es eine Kultur, das hat sich entwickelt. Die haben Zutaten, was wächst da, daraus machen wir irgendwie. was und so passiert es. Also wenn man gerne isst, dann gerade dann einfach mal losgehen, wirkt einfach vielleicht inspirieren lassen, ja, mir oder sonst eben. Einfach mal reingucken und dann sieht man, also was es da alles gibt. Und wenn man gerne isst, da kann man sich in Berlin einfach wirklich vergeistern lassen.

SPEAKER_04

Also am besten ist bei Berlin Food Society erstmal gucken, was man so isst, schnappt man sich seine Airports, macht Lokalgepänkel an, setzt sich in die Öffis und fährt einfach mal rein und hört.

SPEAKER_03

Ich muss euch jetzt aber ein bisschen warnen, weil ich habe ja schon vor einigen Monaten angefangen, deine Videos zu verfolgen und möchtest mal aus meiner Perspektive beschreiben. Du gehst da sehr sachlich ran, du beschreibst vor allen Dingen auch, wie dieses Gericht zubereitet wurde. Ich weiß nicht genau, ob du vor mit dem Koch oder mit der Köchin sprichst oder ob du das schon analysierst und verstehst durch deine berufliche Erfahrung, wie das Ganze zubereitet wurde. Erzählst das Ganze aber mit einer Begeisterung und einer Neugier, dass ich dann irgendwann auch mal auffordern müsste, deine Videos zu gucken, weil meine Wunschliste, was ich denn besuchen möchte, wurde dann plötzlich viel zu lang und ich habe mitbekommen, okay, ich habe jetzt hier drei Sachen mir mal aufgeschrieben, was du mal gesagt hattest, und ich komme einfach nicht dazu. Ich kann nicht noch mehr deine Videos gucken, weil ich muss doch das erstmal schaffen. Abarbeiten, ja.

SPEAKER_01

Da kommt man nicht hinterher, das stimmt. Das ist natürlich blöd, aber da kann ich jetzt nicht großartig nichts dran ändern. Am besten auch immer speichern. Das ist immer gut für einen Algorithmus. Wir holen uns ja ein paar Schwert.

SPEAKER_04

Ich finde es bei dir, weil du hast ja gesagt, du hast über 20.000 Follower, wir haben ja nur so ein paar mich reagiert.

SPEAKER_03

Also für mich brauche ich, ich brauche eine Blogseite oder so, wo dann so eine Liste vielleicht ist, auch wo ich das mal nachvollziehen kann, wo ich mal nachschauen kann.

SPEAKER_04

Aber da kommen wir jetzt mal fast zum Punkt in Zukunft. Wie macht man das? Wie stellt man sich deinen Tag vor? Du wachst morgens auf, denkst dir, oh, jetzt fragt mal nach Kreuzberg und kib mir mal, ob ich da einen Türken finde, der irgendwas Schönes macht, und fährst du da hin und guckst oder ist das Vorbereitung? Dann schnappst du dir deinen Kameramann oder machst du das alleine oder wie stellt man sich das Leben als Foodblogger vor?

Hinter Den Kulissen Des Drehs

SPEAKER_01

Ja, das ist spannend. Also es ist so, ich wache wirklich morgens auf und sag mal so, dieses ganze Business funktioniert größtenteils am Handy. Also ich schneide meine Videos am Handy, also ich sage mal so, mein Arbeitsplatz ist entweder am Tisch im Restaurant oder am Bett beim Videoschneiden. Also mache ich immer am Liegen, dann sitze ich da, so funktioniert meine Arbeit gerade. Und es ist so, man muss halt, man arbeitet mit dem Handy und öffnet Instagram oder Facebook oder sein E-Mail-Account, guckt so, was gibt es für Anfragen. Welches Restaurant, welcher Kooperationspartner, wer sagt, dann komm noch mal frei, wird sich angucken, wer empfiehlt mich. Achso, das hast du schon so, ja, wir fragen bei dir an, Mensch, David, komm vorbei. Ah, cool. Also die sagen, willst du nicht mal bei uns? Wir haben einen neuen Laden aufgemacht. Warst du schon mal hier, hast du schon mal das gesehen? Oder die Community. Die sagen, wir haben hier einen Top-Italiener, warum hast du nicht schon mal da geguckt? Und dann, ja, dann gehe ich erstmal durch, dann gehe ich, arbeite ich auch mit Google-Bewertungen und gucke mir das ja alles an. Du weißt ja noch gar nicht, ob das wirklich deinen Ansprüchen entspricht, wofür du und wie du machen möchtest. Genau, das ist ganz klar, aber es gibt natürlich auch Quellen. Also ich höre jetzt nicht bei, ich kann nicht jeden, jeden Tipp hinterherfahren. Also es geht natürlich gar nicht und oft sehe ich auch, naja komm, nur weil der Dönerladen bei dir um die Ecke ist, kann ich jetzt nicht hinfahren. Und genau, dann geht man natürlich, man hat so seine Quellen, man sagt, okay, wenn derjenige, auch wir Foodblogger sind eine Community, also wir arbeiten da auch alle zusammen, es kommt auch schon mal zu Wiederholungen, ja, aber jeder von seinem Blickwinkel natürlich. Genau, und dann macht man das, dann fährt man los, dann telefoniert man, spricht mit den Lesen, sagt, okay, ich komme vorbei, ich gucke mir das mal an und dann war man da und dann entscheidet man. Sag mal, wie macht man jetzt hier weiter? Und wenn nicht, das ist natürlich dann, wenn man dann irgendwo war und sagt, okay, ich habe hier ein Juwel gefunden, hier muss ich ganz schnell was machen, weil das, den kennt ja noch keiner. Und das ist wie Triffstraße, Wedding, Sarajevo, jugoslawisches Restaurant, Börek gibt es, Burek heißt es glaube ich in der Balkanküche, Blätterteig gefüllt mit Käse, mit Kartoffeln, mit Hackfleisch, mit verschiedenen Zutaten. Auf einem Handgemacht, der Teig wird handgemacht. Da hinten stehen Leute, die schlagen den ganzen Zeit den Tag rum, äh, den Teig durch die Gegend, die Dinger fliegen in den Ofen rein, raus, rein, raus, außer Hausbestellung, der brummt der Laden. Ich weiß nicht, wie viusende Euro Umsatz der am Tag macht. Das funktioniert so krass und das ist ein Geheimtipp. Geht's nicht mehr. Ja, war, ich hab der 500, 600.000 Aufruf hatte der Beitrag und dann ist natürlich ein Laden danach abbevoll. Also dann ist vorbei mit Geheimtipp. Erstmal, es bleibt trotzdem. Das Gute ist ja, wenn die authentisch bleiben, dann machen die weiter. Machen die weiter, wie sie es machen. Auch nicht schneller. Die machen einfach.

SPEAKER_04

Nur die Schlange wird länger, aber die, ja, ja. Also du fährst tatsächlich einmal vorab, gucken, sprichst mit denen und du gehst nicht gleich mit der Kamera rein und sagst, jetzt bin ich hier.

SPEAKER_01

Ja, ich mache auch, ja klar muss ich mich ankündigen. Ich bin immer angekündigt. Das ist meine Art zu arbeiten. Ich mache da nicht diese geheimen Sachen, habe ich ja auch schon erwähnt. Ich mache nicht, oh, guck mal, wie eklig das hier ist oder sowas. Das ist gar nicht. Mir ist wichtig, ich muss mich ankündigen, weil ich eben auch, das war die andere Frage, ich gehe auch oft gerne in die Küche mit rein. Sag, na macht mal, zeig mal, was ihr macht. Und dann ist es, dann sieht man auch die Schublade und dann sieht man auch, wo sie das herholen und so. Und dann denke ich, ah, okay, das ist ja, das sieht schon mal gut für mich aus.

SPEAKER_04

Ja, weil du den Blick dafür hast, keine Erfahrung, ja.

SPEAKER_01

Genau, genau. Da sieht man eben, was eben wichtig ist für Qualität. Das ist immer mein Ding, ich gehe immer nach Qualität. Also Geschmack ist relativ, aber Qualität kann man halt messen. Und da, das versuche ich ja zu bewerten, dann sehe ich, okay, hier stimmt alles so weit und dann kommt noch der Geschmack, dann kommt das Know-how, dann kommt die Begeisterung. Mittlerweile ist es so weit zu wirkt, ich war im letzten Jahr in 300 Restaurants knapp, man sieht in den Blick der Gastronomischen, wenn man reinkommt, okay, Leute, ich bin doch nur hier, weil euer Laden nicht läuft. Weil ja, ich sehe auch die schöne Verzweiflung. Ich sehe also einfach so, da stimmt was nicht, da ist der Wurm drin. Und bei anderen Läden sieht man, die haben richtig Interesse, mir das zu zeigen, die freuen sich, das ist eine Begeisterung einfach für die Gastronomie. Und da weiß man schon, okay, der Laden wird nächstes Jahr noch da sein.

SPEAKER_04

Okay, also manche versuchen es irgendwie zu nutzen, damit du der ganzen Sache ein bisschen Werbung gibst, weil der Laden nicht läuft. Und manche sagen, guck mal hier, wir machen so eine schöne Sache, zeig die doch mal allen.

SPEAKER_01

Genau, genau, die wollen einfach, die sind so stolz auf ihre Arbeit, dass sie sagen, das wollen wir einfach der Welt zeigen. Und das sind auch, komischerweise, das sind die Beiträge, die auch dann wirklich so viral gehen, wie man so schon sagt, ja, da gibt es Unterschiede.

SPEAKER_03

Ja, das ist ja, weil du dann als Content Creator, als Foodblogger dich natürlich auch anstecken lässt von der Begeisterung, vom Service, aus der Küche, von wem auch immer und trägst das natürlich dann mit durch dein Ohr und durch den Magen und kannst es dann potentioniert natürlich dann auch noch nach außen tragen.

SPEAKER_01

Absolut, absolut. Ich habe lustigerweise einen eine Frau folgt mir und die schreibe ich manchmal privat dann so an und sagt, sie liest zwar in meinen Augen ab, wie gut mir das gefallen hat. Also sie kann das wirklich verstehen. Und da dachte ich so, okay, ist ja interessant, da habe ich mich selber an, gucke mal, der erst recht. Also die hat da einen guten Blick für. Es ist natürlich mehr oder weniger wählt, wie ich schon gesagt habe. Ich kann auch manchmal sagen, einzigartig, also findet man so in Berlin nicht, die Portionen sind riesig, Preis-Leistung stimmt, ja, sowas gibt es nicht.

SPEAKER_04

Das ist dann eher so eine mittelnehmliche Bewertung eigentlich. So wie so ein Zeug, ein Führungszeugnis, wo man wo man durch die Zeilen lesen muss und wenn du sagst, boah, Tipp des Jahres oder so, das ist dann wahrscheinlich was besonders Hervorgehobene.

SPEAKER_01

Genau, so ist es, also genau, der andere ist eine Empfehlung sozusagen und bei bestimmten Sachen, also es ist dann einfach, ja.

SPEAKER_03

Ich würde gerne, ich würde gerne nochmal vielleicht die dunkle Seite des Foodbloggers ansprechen.

SPEAKER_04

Nein, ich wollte aber erstmal noch zur Reihenfolge. Jetzt hat er also Yilderin's Dönerstübchen, ist jetzt da drin. Den ist hier schon wieder das Thema. Oder Chens China-Laden. Jetzt hast du gesagt, okay, ja, mit dir könnte ich was machen, du machst vernünftige Sachen. Und wie geht es dann weiter?

SPEAKER_01

Genau, dann legt man los. Also es soll auch alles, wir reden ja hier von Social Media, ich bin ja nicht Hollywood, ja. Also das heißt, es ist oft aus der Hand gefilmt oder mit einem Stativ, also ich bereite mich dann so vor, blende dann auch den Rest um mich rum aus, ja, also von der Kamera stehen, ist auch für mich nicht immer so, also man braucht dafür eine Menge Selbstvertrauen für. Und wenn dann einem andere Leute noch angucken, ist das schon teilweise unangenehm. Das heißt, blendet man aus, Kamera wird angemacht und los geht's. Ja, dann fängt man so ein bisschen an, seinen Aufbau abzurattern irgendwie, was macht man. Aber im Großen und Ganzen, was am Ende im Schnitt übrig bleibt, ist dann wirklich die Eindrücke vom Essen.

SPEAKER_04

Und dann kommt er quasi an mit deinem Tennerchen, stellt dir das hin und du sagst vorher, was du haben willst. Oder er macht so einen Surprise-Teller.

Reste, Teamessen, Obdachlosenhilfe

SPEAKER_01

Genauso mache ich es immer. Also wenn ich sage, okay, ihr wurdet mir empfohlen, wegen eurem Burrick zum Beispiel, ja, oder wegen eurem Shivab oder sowas, dann sage ich, das muss ich essen. Ja, das und nicht mehr, mach mir das bitte. Oder ich sage, weißt du was, überrascht mich, wofür steht ihr? Was ist denn das? Genau, was könnt ihr am besten? Ja, manchmal sagt man so, die machen da den Triple Cheeseburger und der ist irgendwie mega teuer. So einen Schrott brauche ich nicht, wo man mit dem Ellbogen in eine Käsesoße hängt oder sowas. Dann sage ich so, mach mal dieses eine Teil, weil ich weiß, das würden die Zuschauer lieben, wenn die wüssten, dass ihr das habt. Also genau, so spricht man das alles ab. Also es ist wirklich ein Absprach, ich will niemanden überrumpeln und auch niemanden da irgendwie bevormuten und deswegen so. Da wird gedreht. Und dann fahre ich nach Hause. Und dann mache ich meinen Schnitt. Da hänge ich immer so ungefähr sieben Tage hinterher. Also sieben Tage brauche ich dafür schon, bis dann das wieder rauskommt für den Laden. Und Schnitt sind auch nochmal gute drei, vier Stunden. Also um ordentlich zu schneiden. Auch im Schnitt liegt die Kunst. Und die kennt die vielleicht auch im Handy. Und im Schnitt liegt die Kunst. Das ist so, dass also dass man erkennt so die Unterschiede halt am Ende im Schnitt. Und da muss man natürlich auch mit der Zeit gehen, aber wissen, wie der Zeitgeist funktioniert. Also ja, TikTok, glaube ich mal, wie es ist, da ist keine Szene länger als eine Sekunde. Allerhöchstens anderthalb. Ja, es ist ein Tipp, kann ich immer mal so sagen. Stelltest du für Instagram und TikTok unterschiedlich? Nee, ich mach's gleich. Deswegen sage ich, für mich ist Facebook Instagram der Fokus. Ja, da ist meine Zielgruppe. Heutzutage ist ja auch so, man hatte seine Insights, man weiß, wer guckt ein, wer interessiert sich für dein Kram und danach muss man sich natürlich auch ein bisschen ausrichten. Also ich mache keinen Content für 18-Jährige. Das heißt, es gibt ja auch Foodblogger, die schmieren sich dann eine Visane auf den Kopf und machen Flickfluck und 100 Millionen Ausrufe. Da bin ich raus.

SPEAKER_03

Das ist ja auch nicht der authentische Tipp, den du geben möchtest.

SPEAKER_04

Na, Instagram ist bei uns tatsächlich ein Mittel der Wahl. So die Altersrange würde ich jetzt sagen, so 20 aufwärts oder eher 25 aufwärts bis, weiß ich nicht, 45, 40, 50.

SPEAKER_01

Ja, bei mir auch bei mir ist es so, so 25 bis 35 habe ich einen relativ großen Teil, so 20, 30 Prozent. Der größte Teil dich zwischen 35 und 45, was natürlich auch gut für die Kaufkraft ist da. Also die Leute interessieren sich wirklich für Essen. Die gucken meine Beiträge eben nicht, weil ich ein Clown bin, sondern weil die mein Wissen wollen, wofür man gut essen kann.

SPEAKER_03

Denn ist aber meine Frage mit der dunklen Seite des Foodbloggers, passt da jetzt voll rein. Und zwar, du hast einen vollen Tisch voll mit Essen vor dir. Das isst du doch nicht alles alleine. Was passiert damit? Ich komm mit.

SPEAKER_01

Also das ist wirklich so, ich versuche immer im Vorfeld das auch zu besprechen. Also es ist schwer, dem Gastronom zu sagen, mach mir mal kleinere Portionen. Weil der will natürlich seine Portion, seine Originalgröße präsentieren. Verstehe ich auch, ganz klar. Dann gibt es Möglichkeiten. Entweder sage ich, wenn es im Rahmen ist, sage ich, okay, das nehme ich gerne mit von meiner Familie. Dann nehme ich es mit nach Hause. Oder ich sage, da war ich nicht dran. Da war ein Dumpling, den habe ich nur rausgepfischt mit Stäbchen, der Rest noch sauber, gibt es den Mitarbeitern. Das ist halt auch oft ein Punkt, weil man denkt, im Restaurant, da kann die Mitarbeiter irgendwie essen, was sie wollen, das ist nicht der Fall. Also Mitarbeiter, wenn die überhaupt mal was kriegen, ja, und deswegen ist es auch wirklich ein Geschenk. Nicht meine Reste, sondern ich versuche dann eben drauf zu achten. Anderes Ding, was ich in Berlin halt wirklich etabliert mittlerweile, was gut funktioniert, ist dann wirklich den Obdachlosen zu geben. Man geht ein Kreuzberg raus aus dem Laden mit Tütenweise Doggybags und geht einfach, also in Kreuzberg musst du nicht weit laufen. Da gehst du einmal um die Ecke oder unter die Brücke teilweise, dann sitzt es dann wäre Obdachlose, dann geht man hin und sagt, Jungs, habt ihr Bock drauf? Coole Sache, ja. Und weiter geht's. Und das ist dann, ja, es ist irgendwo schon, also es wurde da hergestellt für nicht für mich am Ende, sondern eben für Obdachlosen. Es kommt dann irgendwie gut an. Der Gastronomen hat halt dann für Obdachlos gekocht.

SPEAKER_04

Ja, so eine gute Weitverwertung ist ja nicht schlechter, ne? Ist ja wahrscheinlich Viertelstunde später, wird es ja dann verzehrt, ist ja nicht tagelang irgendwo rumgestanden.

SPEAKER_01

Nee, gar nicht. Ich muss sagen, es ist für mich vom Gefühl, also wenn man so mit sowas anfängt, schon man denkt so, okay, jetzt gebe ich hier so wie spiele ich den großen König und verteile dir meine Reste, die ich nicht mal bezahlt habe in dem Moment. Aber ja, es ist einfach der beste Weg. Du bist der Vermittler in dem Fall. Genau, genau.

SPEAKER_03

Glaube ich auch. Wenn ich jetzt aber trotzdem zu Hause sitze, mich anstecken lasse von deinen Ideen und von den Gerichten und denk mir, ich will es trotzdem mal zu Hause probieren. Wo bekommen denn diese ganzen Restaurants die Zutaten her? Gibt es Adressen in Berlin oder auch in unserer Umgebung, wo man sagt, okay, da bekomme ich eigentlich diese traditionellen Zutaten auch her?

SPEAKER_04

Das hat mich tatsächlich auch schon immer gewundert, bei dieser türkischen Küche, die haben immer irgendwie so ein Wirz, wo man sagt, oh, das ist doch türkische. Und ich habe das nirgendwo gefunden, weil ich weiß ja nicht, wie toll ist. Ich gehe auch öfters hier bei Balu oder noch so einen anderen türkischen Großhändler einkaufen, aber dann schießt du vor diesem Regal. Die haben unendlich viele Wirte und ich sag dazu immer der blaue und der rote.

Zutatenquellen Für Zuhause

SPEAKER_01

Ich weiß jetzt nicht. Eurogida, glaube ich, heißt der eine und der andere ist Modo, genau. Also wir haben beide gleichermaßen ein bisschen anders auftiment, aber beide gut. Und das ist eben auch, das ist auch ein Tipp tatsächlich, geht in solche Läden. Die haben eine super hygienische Fleischabteilung. Das ist einfach so, das ist ja auch halal, das ist ja das große Thema bei den türkischen Supermärkten. Gut, da kann man zu stehen, wie auch immer, aber von der Qualität ist es einfach gut. Es gibt authentische Zutaten, die kriegt man nicht bei Rewe. Bei Rewe gibt es aus dem deutschen Hersteller und da ist so eine Kräutermischung nach Döner oder so eine Scheiße. Also das ist halt, genau, das braucht man dann halt nicht. Und die kriegt man da und der nächste Tipp, authentische asiatische Zutaten, zum Beispiel Winloi, ist so eine große Kette, also große Läden, gibt es, ich weiß nicht, ich glaube fünfmal in Berlin und da gibt es dann wirklich alles. Und da, also auch so im asiatischen Markt, ob es jetzt frische Kräuter sind oder frischen Koriander meinetwegen oder Zitronengras, aber genauso gefrorene Garnelen zum Beispiel, die man da billiger kriegt als bei Rewe oder in der Metro. Also es ist dieselbe Qualität, nur zum guten Preis. Und das kann ich, wenn man selber gerne kocht, dann kann ich das wirklich empfehlen. Da gibt es authentische Produkte und ein Rezept rauszusuchen mittlerweile für es ein Bock gerichtet, ist jetzt heutzutage jetzt auch keine große Kunst mehr. Und die Zutaten kriegt man halt da und man kriegt halt einfach ein bisschen Inspiration, einfach mal was anderes zu probieren.

SPEAKER_04

Da möchte ich mal einhaken, als meine Tochter Hannah neun war, hat die, die ist ja unwahrscheinlich gerne so chinesisch und so Pilze da und so Nudeln von Chinesen und so weiter. Und da hat die mich im Wilhelms-Ruher Damm in die U-Bahn-Station gelockt. Und in der U-Bahn-Station unten ist so ein ASIA-Markt. Du schlägst die Hände über den Kopf und denkst, auf jeden Fall nicht ausgeraubt, so ungefähr, ja. Gehst da rin und dann wirklich, so wie du gerade sagst, David, eine Tiefgestruhe mit Gnällen für einen Sportpreis, so eine frischen Pilze da irgendwie und sie callet. Und die sagte, Papa, wir müssen jetzt hier einkaufen. Ja, weil die da irgendwelche komischen Pilze haben, so eine lange Pilze, die man braten kann. Ja, ja, genau. Und ja, aber wahrscheinlich sind es genau diese Lehen, wo du das traditionelle Essen oder die Zutaten bekommst, die dann direkt aus, ich sag jetzt mal, China kommen oder Asien und nicht erst über einen Großmarkt hier noch dreimal umgeparkt, fünfmal noch belabelt und die Preise rufgeschlagen, sondern direkt vom Fragen. Du musst es halt erstmal finden.

SPEAKER_01

Ja, ja, hätte ich nie mal gefunden.

SPEAKER_04

Du wusste sie, die wusste.

SPEAKER_01

Aber da kann man auch da, ist einfach der Tipp Nummer eins, einfach Leute ansprechen. Mitarbeiter ansprechen und gerade bei einem türkischen Supermarkt, da schnappst du einer Fleischstecke und sagst, so, mein Lieber, ich will Köfte machen, was brauche ich? Dann verspreche ich euch. Da kommt ein Mitarbeiter an und der nimmt dich an die Hand und der bringt dich, stöpp dich durch den ganzen Laden und erzählt dir noch zehn andere Gerichte, die du dazu kochen kannst. Das ist nämlich auch so ein Kulturding.

SPEAKER_04

Die sind zu stolz auf ihre Essen. Genau.

SPEAKER_01

Und wenn da nämlich dann der Eilmann kommt und sagt, ich will hier mal bitte eure Kultur kennenlernen, dann glaubt mir immer, da freuen die sich und das funktioniert. Und da so funktioniert es halt, dass es eben so in Berlin wieder war. Das ist mein Berlin.

SPEAKER_04

So, aber jetzt will ich nicht nur deine Videos gucken, sondern ich will mal mitkommen. Nimmst du ab und zu mal Gäste mit? Oder wie sagt man, Groupies sagt man nicht, wie sagt man in einer Blogger-Szene oder in einer Influencers-Szene?

SPEAKER_01

Ich arbeite jetzt tatsächlich auch mit Follower, ja. Ja, voller mache ich jetzt ganz gerne mal. Und ja, so ist es halt. Es ist immer ganz gut, sagen wir mal so vor der Kamera, ich halte halt Monologe. Das ist halt dann irgendwann auch mal ein bisschen eintönig, also auch selbst für mich einfach. Und dann ist es natürlich spannend, wenn ich da jemanden bei ihr habe und dann auch vielleicht da ein paar Reaktionen mitkriege. Wie schmeckt es dir denn überhaupt? Also du normaler Mensch, der damit gar nichts zu tun hast, gar nichts zu tun hat. Und ja, das macht Spaß. Das ist natürlich vom Aufwand immer ein bisschen mehr, also auch im Schnitt schwierig und so, aber es ist interessant.

SPEAKER_04

Da schreibt man dich jetzt an auf deiner Seite da und sagt, Mensch, Stewitt, ich will mal mitkommen hier, Kopffreitagzeit, wie auch immer, und dann gehst du da auch ein auf die Wünsche und.

SPEAKER_01

Es ist tatsächlich so, also ja, es ist weder, ich bin jetzt noch kein großer Influencer oder sowas, aber bei 20.000 Followern, da kommt da schon ein bisschen was an Nachrichten rein. Da kann man eben auch tatsächlich manchmal nicht alles bearbeiten. Das geht halt im Verlauf unter. Aber wenn ich da sage, manchmal suche ich auch Leute raus, sagst, okay, du bist auch selber Blogger oder du machst was ganz anderes, ja, irgendein Lifestyle, hast du 40.000 Follower, da hättest du nicht mal Lust, mit mir essen zu gehen. Machen wir das zusammen. Merkst du was, wir müssen auch mitgehen. Ja, man kann sowas immer machen. Also es ist auch das nächste wieder, es ist halt auch eine Bubble und auch eine Society, wie, also wir Blogger, ja, und Leute, die im Social Media funktionieren, wie er ja auch. Da ist halt immer so ein gegenseitiger Support und so eine Unterstützung, finde ich, immer wichtig. Also es ist, da ist eine Menge Fernseh. Es gibt auch schwarze Schafe, sage ich mal, aber am Ende geht es, wir nehmen uns alle gegenseitig ins Weck und deswegen gibt es da sowas. So eine Kooperation entstehen da öfter mal. Schön.

SPEAKER_04

Ja, also ich sage auf keinen Fall mal nein, wenn ich mal mitkommen soll.

SPEAKER_01

Dann machen wir es mal so, man ein direktes Angebot. Es ist so, ich will ab nächstes Jahr fange ich mit YouTube an. Und dann gibt es Langformate, also YouTube-Formate. Die bewegen sich so zwischen 8 bis 20 Minuten. Und da wird halt dann mal richtig tarrelles geredet. Das heißt, man isst, man redet und da hat man, weil sonst bei YouTube und Entschuldigung, sonst bei Instagram oder TikTok hat man halt einen Slot einer Minute. Und da ist halt schwer im Dialog da wirklich irgendwie, dass da, dass da Stoff rüberkommt.

SPEAKER_03

Der wird feuerfrei. Sind wir mal da? Warum warten? Als YouTube haben wir uns erst schon mal getraut, ne?

SPEAKER_04

Wir sind ja auch schon bei YouTube. Also Instagram, Facebook, TikTok, YouTube. Unsere Reels und so weit werden ja auch zu YouTube hochgeladen, aber so langen Video, doch E2 Videos haben wir auch schon mal gemacht, wa? Ist schon nochmal eine andere Sache. Da hast du dir nochmal Know-how an die Backe genagelt, wa?

SPEAKER_01

Da ist na klar, und da ist, da geht es dann auch wirklich ums Eingemachte. Also da wird dann einfach losgequatscht. Da muss man gucken, halt, also ohne große Vorbereitung, auch kein Interview oder sowas, sondern einfach mal, ja, man redet über Essen, man, ja, ist ein bisschen klar, was die eben auch. Nur mit Essen halt.

SPEAKER_04

Naja, nur mit Essen, das habe ich schon immer vermisst über unserem Studio, mein Lieber.

SPEAKER_01

Vielleicht komme ich zu dir nicht in Food Society. Genau, die Location wird dann halt immer irgendwo anders sein. Also immer die Kooperation mit Gastronomen, die sagen, ja, da habe ich Bock drauf, dem stelle ich mich, weil dann ist natürlich, da gibt es halt keine Vorbereitung, da wird halt gegessen und da kann auch einer sagen, das ist mir aber zu scharf. Oder sowas. Also real life.

SPEAKER_03

Ich bin gespannt drauf, bin ich sehr gespannt drauf.

Mitkommen, Kollabs, YouTube-Pläne

SPEAKER_04

Also ja, wenn du da noch Protagonisten brauchst, gerne Dennis ist immer dabei. Der kommt auf die Liste, ja. Also ich bin wirklich der beste Gastronom, natürlich vor der Theke, was ich essen gehe und so weiter, ist schon, aber wie gesagt, ich habe irgendwie einen begrenzten Horizont und vielleicht kann ich ihn ja dadurch ein bisschen erweitern.

SPEAKER_01

Eine Sache, wo wir gerade von verschiedenen Küchenstilen gesprochen haben, und so die deutsche Küche kommt, der wurde jetzt hier noch gar nicht erwähnt, von meiner Seite irgendwie auch nicht. Ja, da habe ich auch eine Meinung zu, da werde ich mich doch oft drauf angesprochen, da habe ich ja ein bisschen Bedürfnis darüber zu versprechen. Ich bin selten in deutschen Restaurants, weil deutsche Restaurants auch sich ein bisschen scheuen vor Kooperation. Die haben halt Angst, dass da einer kommt und mich bewertet. Also das kommt dazu, das liegt, glaube ich, einfach an der deutschen Risikobereitschaft, die da ein bisschen geringer ist als bei den Kollegen von anderswo. Die sehen es, glaube ich, sind auf ihr Werk irgendwie ein bisschen stolz, habe ich das Gefühl. Und deutsche Küche gibt es halt tatsächlich auch weniger. Und das ist in Berlin. Das ist in Berlin ein Problem, würde ich sagen, also ein urbanes Problem. Deutsche Küche stirbt da aus, meiner Meinung nach, weil das Angebot an internationalen Speisen einfach zu groß ist, dass die deutsche Küche da tatsächlich ein bisschen untergeht. Und am Ende ist es halt wirklich diese Risikobereitschaft.

SPEAKER_04

Also ein deutscher Gastronom has Angst vor einer schlechten Bewertung, der immer überhaupt ein Restaurant zu machen.

SPEAKER_01

Da ist eine leere Ladenfläche. Da zieht einen Döner ein, weil der Döner sagt, I have a Kredit bekommen von der Bank or from sonst and I have here a business plan. Ich lege jetzt hier einfach los, auch wenn das alles gegen mich spricht. Aber ich versuche es so. Und der Deutsche sagt, okay, dann kriegt es damit und dann lässt das lieber sein. Deutsche Vernunftblock.

SPEAKER_03

Aber das ist doch mal die Aufforderung, gute deutsche Restaurants, die ihr selber als ein Highlight bezeichnet, hier mal zu droppen und mal zu sagen, nee, deutsche Küche kann auch anders, kann besonders sein, und zwar genau dort. Ihr schreibt uns oder geht direkt zu David und vielleicht sehen wir demnächst bei dir also auch mal deutsche Küche.

SPEAKER_01

Also ich habe sowas auch mal gemacht. Aber es ist also wirklich sehr, sehr selten, aber das ist eine gute Idee. Einfach mir mal vorschlagen, auf irgendeinem Weg zu mir kommen lassen und dann checke ich das mal.

SPEAKER_04

Ich habe ja einen leckeren Lieblingsalpin-Österreicher in der Umgebung hier. Da gehe ich ja sehr gerne hin. Aber würde ich jetzt den Namen nicht verraten, vielleicht schicke ich es David mal und vielleicht checkt er den Namen mal für mich. Stolpe?

SPEAKER_01

Ja. Der ist wirklich gut. Der ist ja sehr etabliert, auch muss man sagen.

SPEAKER_04

Da gehe ich sehr gerne hin. Da bin ich mal durch meine Weihnachtsgans. Wir wollten, wir hatten, waren zu faul als Familie. Oh komm, die seht ja, machen wir mal Nüschtier zu Weihnachten und am 1. und so weiter. Wir gehen einfach mal schön essen. Und da sind wir dann zufälligerweise da, weil die war die Einzelne, die noch irgendwie Plätze hatten. Und spitzenmäßig.

SPEAKER_01

Und seitdem bin ich da Stammgast. Ja, wenn die hier zuhören, dann können Sie mich ja mal anschreiben. Ja. Dann komme ich da mal vorbei.

SPEAKER_04

Genau, ihr da in Stolpe, Österreich-Arpine-Küche, ihr wisst vielleicht schon, wen ihr meint.

SPEAKER_03

So, wir haben die Episode heute ordentlich überzogen.

SPEAKER_04

Ja, macht aber nichts.

SPEAKER_03

Das sind wichtige Themas. Es hat mich wahnsinnig neugierig gemacht. Jetzt doch nochmal vielleicht, also du steckst an, David.

SPEAKER_04

Schlag. Du redest auch mit einer Begeisterung über deinen neuen Job, über deine Erweiterung deines Jobs, den Horizonterweiterung deines Fachwissens aus den letzten 20, 25 Jahren. Und dir macht das offensichtlich richtig Spaß.

SPEAKER_01

Ja, also wenn immer so Grobotter bricht, was ich von einem Job erwarte, worauf ich, oder wenn man so mal so fantasiert wie so ein kleines Kind, sage, ich hätte gerne einen Job, wo ich flexibel bin, wo ich neue Leute kennenlerne und immer wieder umsonst essen kann. Ja, das ist am Ende ist es das. Und es hat funktioniert erstaunlicherweise. Ich weiß nicht genau, wie ich das geschafft habe, aber jetzt bin ich da, wo ich. Egal weitermachen. Habe ich eine Frage noch bitte, möchte stellen. Wie viel essen isst du denn Sonntag? Ich esse tatsächlich vor der Kammer nur noch. Also ich esse jetzt mittlerweile, ich frühstücke nicht mehr, ich esse eigentlich nur noch, wenn ich drehe. Und wenn ich jetzt mal einen Tag nicht drehen sollte, ja, dann hast du nicht essen? Nee, dann hole ich mir wirklich, dann gehe ich ins Zimmermark, kaufe mir eine Avocado, eine schöne Tomate, wo ich die beste Tomate, die es dann da gibt und so einen Apfel. Also so normale Dinge, so ein bisschen basic, da geht es dann um Clean Foods, dass ich einfach mal so ein bisschen detox.

SPEAKER_04

Also wer jetzt sagte hier, der David sieht aus wie so eine runde Tonne, weil er natürlich jeden Tag ordentlich ist. Im Gegenteil, sportlich, athletisch hier und Foodblogger, das ist das noch genau.

SPEAKER_03

Doch, es gibt einige YouTube-Kanäle, die ich auch teilweise fünf, sechs, sieben Jahre lang verfolgt habe. Dein Beruf muss auf sich selbst aufpassen. Insbesondere wegen dem vielen Essen. Genau, also die Oberacht auf den eigenen Körper, klar, du probierst auch immer nur, aber trotzdem, es ist schon viel und da muss man umgehen können.

SPEAKER_01

Absolut. Also das ist mit dem Gewicht werde ich natürlich ganz oft angesprochen. Und ich habe tatsächlich auch zugenommen. Also man muss dann schon irgendwie noch die Waage halten, man muss es mit dem Sport schaffen, aber dann ist es so, ich bin halt auch Unternehmer. Ich habe jetzt gerade ein Unternehmen gegründet und es ist nicht so, dass ich irgendwie die ganze Nachmittagzeit habe mit dem Sport machen. Ich habe auch ein Kind und das muss man alles hinkriegen. Also auch wie jeder andere auch, man muss da irgendwie ackern, nur dass mein Job halt dann noch, ja, dass ich halt erst ein muss, aber der Arme.

SPEAKER_03

Ja, von außen betrachtet ist es.

SPEAKER_04

Nee, auf jeden Fall super spannend. Ich glaube, wir könnten noch eine Stunde sprechen, aber das würde ich jetzt das Format überstrapazieren und am Ende wollen wir uns ja noch ein paar tolle Eindrücke auf deiner Seite und auf deinen Seiten einholen. Also wer da nicht mitbekommen hat, worum es geht, Berlin Food Society bei Instagram, Facebook, TikTok und Co. überall zu sehen, holt euch kulinarische Eindrücke und hört dabei ein bisschen lokal geplätter.

Deutsche Küche Zwischen Mut Und Risiko

SPEAKER_03

Genau, wir erinnern euch im Frühling nochmal daran, weil wahrscheinlich ist gerade aktuell Grünkohl, Rotkohl, Kartoffel und Gänse und Enten in unseren Köpfen. Aber da gibt es dann irgendwann wieder den Frühling, wo es bedeutet, ja, rauszugehen, was Neues entdecken.

SPEAKER_04

Ja, aber man kann ja auch Gänse, Enten und Co., wenn man vielleicht aus einer anderen Blickwinkel, aus einer anderen Region anders interpretiert.

SPEAKER_01

Da rätsch ich ganz kurz, da habe ich nämlich auch einen ganz aktuellen Tipp. Siehst du? Vielleicht 20 Beiträge her oder sowas. Glory Duck in der Sonntagsstraße Friedishain. Ein vietnamesisches Restaurant und die bieten Peking-Ente an. Und auch zweihnachten zum Liefern. Und das ist richtig spannend. Das ist eine Peking-Ente, die ist also auf eine besondere Art und Weise zubereitet, knusprige Haut und dazu gibt es so ein Basset zum selber basteln. Da werden so eine Reißfannkuchen dazugegeben, verschiedene Soßen und da macht man sich so eine kleine Frühlings, also so rollt sich das Entenfleisch ein und die knusprige Haut. Und das ist so ein Menü, also einfach mal klassische Ente, aber auf asiatisch. Siehst du, anders hat er passiert. Also Glory Dark Sonntagsstraße, top Empfehlung. Auch ein Beitrag ist sehr gut angekommen. Wir rufen da mal an Montag und dann. Ja, wahrscheinlich schnell anrufen. Ich denke mal, die Kapazitäten, die Kapazitätsgrenze ist irgendwann erreicht, aber du bist schuld.

SPEAKER_04

Holen wir uns mal dein Duck on the desk hier. Gut. Danke, mein Lieber.

SPEAKER_03

Deine Zeit kommt. Gut, Dennis, dann ist jetzt Zeit gekommen für Tschüss und Ciao, sagen Berlin Food Society, Patrick und Dennis. Guten Appetit, euch Leute da draußen. Ciao. Tschüss.

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